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Ping Pong gegen den Corona-Blues

Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken will helfen
Ping Pong gegen den Corona-Blues
Ping Pong gegen den Corona-Blues
Vom Spendengeld sollen ein Outdoor-Schach und eine Tischtennisplatte angeschafft werden. © Lennart Schneider

Geflüchtete Kinder und Familien in Frankfurt brauchen Hilfe und Unterstützung, in der Pandemie umso mehr. Doch was ist mit geflüchteten alleinstehenden Männern, die durch die Corona-Beschränkungen ebenfalls stark von der Krise betroffen sind - mit allen psychischen und physischen Folgen? Sie werden oft vergessen.

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken möchte helfen – und hat deshalb eine Spendenaktion für das Henriette-Fürth-Haus, eine Caritas-Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Gutleut-Viertel, ins Leben gerufen. Gebraucht werden 2000 Euro, von denen z. B. ein Outdoor-Schach und eine Tischtennisplatte angeschafft werden sollen.

Pfarreien machen mit

Auch an einigen Kirchorten und in Pfarreien wird für die Aktion gesammelt. So möchte die Dompfarrei die Hälfte der diesjährigen Fronleichnamskollekte für diesen Zweck verwenden. Auch St. Bonifatius, St. Jakobus und St. Josef sowie die beiden Gemeinden im Gallus haben ihre Unterstützung zugesagt. Weitere könnten folgen.

In der Notunterkunft für Geflüchtete leben knapp 300 Menschen. Viele davon sind alleinstehende Männer, für die es nur wenige Angebote zur gesellschaftlichen Integration und Teilhabe gibt. Das soll sich mit Hilfe der Aktion nun ändern. „Freizeit- und Bewegungsmöglichkeiten spielen hier eine große Rolle, doch vieles ist in diesen schwierigen Zeiten nicht möglich. Um das Gemeinschaftsleben auch für die Männer in unserer Unterkunft zu verbessern, freuen wir uns über Unterstützung zur Anschaffung einer Tischtennisplatte und eines Schachspiels für den Außenbereich“, sagt Anne Grothe vom Henriette-Fürth-Haus.

"Diese Männer brauchen unsere Hilfe"

Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholik*innen hatte sich bei ihrer Sitzung im Dezember mit den Corona-Auswirkungen auf Frankfurt beschäftigt und sich in diesem Zusammenhang auch mit der Situation der Männer in der Caritas-Unterkunft befasst. Marianne Brandt, die Vorsitzende der Stadtversammlung, erinnert sich noch gut an einen früheren persönlichen Besuch der Einrichtung vor dem Lockdown. Es ist ihr Anliegen, dass am Haus eine Sport- und Freizeitmöglichkeit entsteht: „Die Männer ohne Familie leben auf engem Raum zusammen. Frau Grothes Schilderung des Abbruchs der Kontakte und das Vergessen dieser Personengruppe bei Spendenanfragen hat mich sehr bewegt. Diese Männer brauchen unsere Hilfe – wir dürfen auch sie nicht vergessen!“

Wer außerhalb der Kollekte für die gute Sache spenden möchte, kann dies ebenfalls tun, und zwar an folgende Kontoverbindung (Spendenbescheinigungen werden ausgestellt):

Gesamtverbandes der katholischen Kirchengemeinden in Frankfurt am Main
IBAN DE48 5005 0201 0200 5520 15
Stichwort: Henriette-Fürth-Haus

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