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Mehr Katholiken mit einer anderen Muttersprache in Frankfurt

Das Bistum Limburg veröffentlicht seine kirchliche Statistik für 2017
Mehr Katholiken mit einer anderen Muttersprache in Frankfurt
Mehr Katholiken mit einer anderen Muttersprache in Frankfurt

Die katholische Kirche im Bistum Limburg wird internationaler: Die Zahl der Katholiken mit einer anderen Muttersprache ist 2017 mit 165.855 (2015: 156.660) auf den höchsten Stand überhaupt gestiegen. Das geht aus der kirchlichen Statistik hervor, die das Bistum Limburg am Freitag, 20. Juli, veröffentlicht hat. Etwa jeder vierte Katholik im Bistum Limburg hat einen internationalen, weltkirchlichen Hintergrund. Im Rhein-Main-Gebiet mit seinen städtischen Zentren Frankfurt und Wiesbaden leben besonders viele Katholiken mit einer anderen Muttersprache. Im Bistum Limburg gibt es mehr als 30 Gemeinden muttersprachlicher Katholiken.

Spiegel gesellschaftlicher und kirchlicher Trends

Gesellschaftliche und kirchliche Trends wie etwa der demografische Wandel machen sich auch in der kirchlichen Statistik bemerkbar. In der Diözese, zu denen Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz gehören, lebten 2017 623.956 Katholiken. 2016 zählten noch 630.172 Katholiken zum Bistum Limburg. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung sank leicht um 0,3 Prozent auf 25,2 Prozent. 2017 gab es 6.304 Bestattungen (2016: 6.334). 6.343 Personen traten aus der Kirche aus (5.387).

Der Gottesdienstbesuch ging auf 59.296 Personen (62.539) zurück. Die Quote verringerte sich auf 9,5 Prozent (2016: 9,9 Prozent). 2017 gab es im Bistum Limburg 4.686 Erstkommunionen (4.614), 3.344 Firmungen (3.743) und 987 Trauungen (1.057). 2017 wurden 3.990 Kinder getauft (4.035). 80 Personen konvertierten in die katholische Kirche (91). 281 Menschen wurden wieder in die Kirche aufgenommen. Das sind 30 mehr als im Vorjahr.

„Die vorgelegten Zahlen zeigen einmal mehr die Herausforderungen, vor der die katholische Kirche in Deutschland allgemein und das Bistum Limburg im Besonderen stehen“, betonte der stellvertretende Generalvikar Domkapitular Georg Franz. Der abnehmenden Kirchenbindung vieler Menschen müssten alle Gläubigen ein überzeugendes, im Evangelium wurzelndes Lebensbeispiel entgegen setzen. Außerdem müsse kirchliches Handeln – beispielsweise in den Bereichen Bildung, Caritas und Kultur – transparent gemacht werden. „Die Statistik bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg der Kirchenentwicklung weiterzugehen.“