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02.11.2017

Christliche Stimme mit eigenem Charakter

Zehn Jahre Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität

Die Krypta in Heilig Kreuz: Der Raum hilft beim Meditieren (Foto: Zentrum für christliche Meditation - Heilig Kreuz)

FRANKFURT.- Im vielfältigen Chor spiritueller Angebote in Frankfurt gibt es seit zehn Jahren eine christliche Stimme mit eigenem Charakter: Heilig Kreuz, das Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität in Frankfurt-Bornheim, feiert am Sonntag, 12. November, sein zehnjähriges Bestehen. Aus der Baustelle vom Anfang ist in diesem Jahrzehnt ein gesuchter Ort für geistliches Leben geworden, der allein im vergangenen Jahr fast 3.600 Gäste zählte. 

In der markanten Kirche hoch über dem Bornheimer Hang (Kettelerallee 45) finden sich Frauen und Männer aus Frankfurt und der ganzen Rhein-Main-Region ein, um Stille zu erfahren, sich kontemplativ auf ihren Alltag einzustimmen, meditative Gottesdienste zu feiern oder sich spirituell weiterzubilden. Darunter sind gläubige Christen, die eine Vertiefung ihres Glaubens anstreben, ebenso wie Zweifler oder Menschen ohne religiöse Sozialisation. Etwa 40 Prozent der Teilnehmer seien Nicht-Katholiken, aus ihrer Kirche ausgetreten, Anders- oder Nichtgläubige, wie der Leiter des Zentrums, Pater Helmut Schlegel, berichtet. „Die Erfahrung zeigt, dass die Sehnsucht nach geistlicher Orientierung gerade auch im säkularen Umfeld unseres Landes nicht geschwunden, sondern gestiegen ist.“ Stille, Meditation, Kontemplation und Mystik gehören, so Schlegels Erfahrung, für viele Menschen zum Leben dazu.   

MännerMittwoch und Bogenschießen

Schon 2004 hatte der damalige Limburger Bischof Franz Kamphaus den Weg für ein Zentrum in Frankfurt geebnet, das das Profil christlicher Meditation und Spiritualität akzentuiert. Am 4. November 2007 wurde die Themenkirche „Heilig Kreuz - Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität“ eröffnet. Zu den Angeboten zählen neben besonders gestalteten Gottesdiensten Zen-Meditation, Übungstage zu kontemplativem Beten oder Mystik, Meditation und Bogenschießen, Gesprächskreise zu „Glaube und Zweifel“, ein regelmäßiger „MännerMittwoch“, spirituelle Stadtspaziergänge oder Pilgerwege, aber auch der Aschermittwoch für Lebenskünstler oder spirituelle Angebote für Menschen des 3. und 4. Lebensalters.

Zum zehnten Geburtstag am 12. November, spricht um 16 Uhr der Arzt und Komponist Arndt Büssing über „Heilkraft Spiritualität – Versuch einer geistlichen und medizinischen Unterscheidung“. Um 17 Uhr folgt eine Eucharistiefeier mit Stadtdekan Johannes zu Eltz, um 18.30 Uhr Begegnung, Imbiss und Ausklang. (dw)