FRANKFURT, 14.12.2020

ABGESAGT: Lichtaktion für Flüchtlinge - "Kein Weihnachten in Moria"

Die Organisatoren haben entschieden, die für den vierten Advent geplante Lichtaktion abzusagen.

Um auf die Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ aufmerksam zu machen, setzen pax christi Rhein-Main, die Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken und der KAB-Diözesanverband Limburg am vierten Samstag des Advents ein „Leuchtendes Zeichen“ für Mitmenschlichkeit und die Aufnahme der Geflüchteten von den griechischen Inseln. Eine Licht-Projektion auf die Alte Nikolaikirche am Römerberg wird dazu auffordern, Geflüchteten, die in Europa Schutz suchen, kein Weihnachten in provisorischen Unterbringungen zuzumuten:

Samstag, 19. Dezember, 18 bis 20 Uhr, Alte Nikolaikirche Frankfurt auf dem Römerberg.

Hintergrund und Ziel der Kampagne: Schutzsuchende Menschen leben auf den griechischen Inseln teilweise seit Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen in völlig überfüllten Camps, ohne richtige Gesundheitsversorgung und ohne jegliche Perspektive. Die verheerenden Brände, die das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos vollkommen zerstört haben, sowie die Ausbreitung des Coronavirus‘ waren Katastrophen mit Ansage. Im neuen Übergangslager müssen Schutzsuchende jetzt ohne Heizmöglichkeit, ohne fließendes Wasser und ohne Gesundheitsversorgung weiter warten, während der Winter immer näher kommt. Diese menschenunwürdige Situation in Flüchtlingslagern auf europäischem Boden ist eine Schande für die Europäische Gemeinschaft. Deshalb setzt sich die Kampagne dafür ein, dass es kein weiteres Weihnachten in den Hotspots auf den griechischen Inseln geben darf – auch nicht im neuen Moria.

Forderung, unter anderem der Stadtversammlung der Frankfurter Katholikinnen und Katholiken: Die Geflüchteten auf den griechischen Inseln müssen sofort aufgrund der humanitären Notsituation nach Deutschland ausgeflogen und hier aufgenommen werden. Etliche Kommunen und einzelne Bundesländer haben sich schon lange zur Aufnahme bereit erklärt. Die Aufnahmekapazitäten sind da und auch rechtlich ist eine humanitäre Aufnahme durch die Bundesrepublik möglich. Moria ist seit Jahren Sinnbild einer verfehlten EU-Asylpolitik. Jetzt gilt es zunächst, den Geflüchteten in ihrer Not zu helfen und die Menschen aufzunehmen. Deutschland und die europäischen Mitgliedsstaaten sind hier in der Verantwortung, da sie durch das »Hotspot«-System diese unhaltbaren Zustände erst geschaffen haben.

„Kein Weihnachten in Moria“ ist der Titel einer Kampagne, die die katholische Friedensbewegung pax christi am 1. September 2020 ins Leben gerufen hat. Inzwischen wird die Kampagne von über 40 – überwiegend christlichen – Organisationen getragen, die Sie hier nachlesen können. Rund um den Tag der Menschenrechte finden in ganz Deutschland Lichtprojektionen als „Leuchtende Zeichen“ statt. Weitere Informationen unter www.kein-weihnachten-in-moria.de.

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