Michael Thurn
Leitung der katholischen Stadtkirche Frankfurt
Seit Mai 2024 leiten Christiane Moser-Eggs und Michael Thurn die katholische Stadtkirche Frankfurt am Main. Beide sind die erste gewählte Doppelspitze der Stadtkirche. Ihre Aufgabe ist es, die katholische Stadtkirche zu führen und in Frankfurt zu repräsentieren. Zudem hat die Regionalleitung eine wichtige Funktion auf Bistumsebene. Denn die Regionen, zu denen auch die Stadt Frankfurt gehört, haben unter anderem einen Sitz im Bistumsteam, das Bischof Georg Bätzing in wichtigen Angelegenheiten berät.
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In einem Interview mit der Bistumszeitung DER SONNTAG haben Christiane Moser-Eggs und Michael Thurn im Dezember 2025 einen Ausblick aufs Jahr 2026 gegeben. Hier können Sie es nachlesen.
Vor welchen Herausforderungen stehen Sie in Ihrer Region im neuen Jahr?
Klar ist, wir müssen im kommenden Jahr und in den Folgejahren einen Umgang damit finden, wie wir mit weniger Ressourcen auch künftig gut Kirche für die Menschen gestalten können. Die Herausforderungen lassen sich nicht wegdiskutieren. Aber uns ist wichtig, uns nicht in eine kulturpessimistische Haltung hineinzureden. Das Selbstverständnis von Kirche muss sich ohnehin verändern, wir wollen künftig viel stärker danach fragen, was die Menschen in der Stadt heute brauchen. Wir stellen uns darauf ein, hierfür Bündnisse und Kooperationen verstärkt in den Blick zu nehmen und auch die Ökumene noch stärker als ohnehin schon mitzudenken. Inhaltlich ist uns wichtig, uns auch 2026 vernehmbar für Demokratie einzusetzen. Besonders notwendig ist auch im neuen Jahr unser Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus.
Worauf freuen Sie sich?
Wir freuen uns auf die Eröffnung der Begräbniskirche, die aktuell fürs Frühjahr geplant ist. Das ist ein wunderbares Projekt, das weit über Frankfurt hinaus für Interesse sorgt; es gibt bereits zahlreiche Interessensbekundungen an den Grabplätzen. Rund um die Gebetswoche für die Einheit der Christen im Januar und Februar findet wieder unsere gegenseitige ökumenische Einladung zur Gottesdienstteilnahme unter dem Titel „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ statt, weitere Infos und Termine dazu folgen. Im kommenden Jahr haben wir in Frankfurt die World Design Capital, an der wir uns mit vielen interessanten Veranstaltungen beteiligen. Und unsere Aktion beim Christopher-Street-Day (CSD) im Sommer 2025 lief sehr gut, etwas ähnliches werden wir auch 2026 wieder machen. Das sind nur einige Beispiele für das sicher wieder thematisch volle Jahr, das vor uns liegt – und in das wir gleich mit einem richtigen Highlight starten: Am 31. Januar kommt mit Kardinal Hollerich aus Luxemburg eine Schlüsselperson der Weltsynode zum Karlsamt, zu dem wir schon jetzt herzlich in den Bartholomäusdom einladen.
Welche Hoffnungen haben Sie für die Kirche vor Ort?
Dass sie weiterhin so lebendig und vielfältig bleibt – und sich auf die Bedürfnisse der Menschen heute einstellt, ohne ihren Kern zu verlieren. Wir hoffen, dass sich auch künftig viele Menschen davon begeistern lassen, sich in den kirchlichen Gremien zu engagieren und im Gegenzug erleben, wie erfüllend es ist, Kirche selbst mitgestalten können. Die katholische Kirche in Frankfurt lebt von ihrer Vielfalt mit mehr als 25 muttersprachlichen Gemeinden, da wünschen wir uns, dass wir auch künftig gut voneinander lernen können, was es heißt, heute christlich zu glauben. Damit verbunden sind aber auch Herausforderungen wie die sich immer wieder neu stellende Frage, geeignete Kirchen und Räume für muttersprachliche Gottesdienste zu finden.
Leitung der katholischen Stadtkirche Frankfurt
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Referentin mit Schwerpunkt Pastoral
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