FRANKFURT, 03.09.2018

Wohnen in Frankfurt: Kirche und Caritas wollen Ressourcen bündeln

Beim Thema Wohnen wollen die katholische Kirche und ihre Caritas künftig stärker zusammenarbeiten und Aktivitäten besser koordinieren.

Unter dem Titel „Jeder Mensch braucht ein Zuhause" hat die Frankfurter Caritas am Donnerstag, 30. August, zu einem Dialogforum eingeladen. Um das Wachstum der Stadt mitgestalten und den Wünschen der Menschen gerecht werden zu können, waren sich der Limburger Bischof, Georg Bätzing, der Frankfurter Stadtdekan, Johannes zu Eltz, und Caritasdirektorin Gaby Hagmans schnell einig: Sie wollen den Austausch der katholischen Akteure rund um das Thema Wohnen fördern und Aktivitäten besser koordinieren. Weitere Gespräche sollen folgen.

Der Platzbedarf in Frankfurt steigt immer weiter. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen an die Verantwortlichen in der Stadt, dieses Wachstum sinnvoll zu gestalten und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das Thema  ‚Wohnen‘ längst zu einer sozialen Frage geworden", betonte Hagmans. Die Caritas wolle mehr tun als nur auf Probleme und Unterstützungsbedarf hinzuweisen. Der Limburger Bischof ergänzte: „Wir wollen Teil der Lösung sein. Hierfür sollten wir in einem ersten Schritt die Ressourcen auf katholischer Seite bündeln und dann den Schulterschluss mit weiteren Partnern suchen." Auch Stadtdekan zu Eltz und Filip John, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Siedlungswerks (GSW), plädierten für einen stärkeren Austausch aller katholischen Akteure in der Stadt, um auch den Herausforderungen der katholischen Pfarreien im Zuge der Umstrukturierung gerecht werden zu können. „Wir müssen unsere Aktivitäten besser koordinieren. So können wir die nötige Expertise aufbauen, Stellschrauben richtig benennen und konkrete Lösungsvorschläge machen", so der Bischof. Er regte erste Gespräche aller Beteiligten, auf Einladung des Stadtsynodalrats und der Stadtversammlung, an.

Im Rahmen des Caritas-Dialogforums diskutierten neben dem Limburger Bischof der Frankfurter Stadtdekan, der Caritasdirektorin auch Martin Wentz, ehemaliger  Planungsdezernent der Stadt, Filip John vom GSW und Caritas-Quartiersmanagerin Marja Glage. Rund 80 Gäste nahmen am Dialogforum teil und folgten den Impulsvorträgen der Caritasdirektorin und von Wentz mit dem Titel „Perspektiven der Stadtplanung". Im Anschluss präsentierten sich auf einem Marktplatz verschiedene Angebote und Projekte, die sich des Themas „Wohnen in Frankfurt" angenommen haben.

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