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Erster Bundeskongress der Räte der Religionen

Erster Bundeskongress der Räte der Religionen
Erster Bundeskongress der Räte der Religionen

Erstmals haben sich am 16. und 17. September in Frankfurt  Mitglieder interreligiöser Dialoginitiativen aus ganz Deutschland getroffen. 29 Städte waren beim ersten Bundeskongress der Räte der Religionen vertreten. Eingeladen hatten die Räte der Religionen aus Hannover und Frankfurt am Main. „Die Zeit war reif, die zahlreichen kommunal arbeitenden Dialoggremien, die in den letzten Jahren entstanden sind, überregional zu vernetzen“, erklärte der Vorsitzende des Frankfurter Rates der Religionen, Joachim Valentin. „Die Einwanderungsgesellschaft braucht starke interreligiöse Strukturen“, sagte der Vorsitzende des Hauses der Religionen in Hannover, Wolfgang Reinbold. „Die große Nachfrage bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass Räte der Religionen ein Zukunftsmodell sind.“

Der erste Bundeskongress diente in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen. Beim Abendempfang trat der interreligiöse Chor Frankfurt auf. Bürgermeister Uwe Becker (CDU) hielt das Grußwort für die Stadt Frankfurt, deren Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Schirmherrschaft übernommen hatte. Hauptredner am zweiten Tag des Kongresses war der Paderborner Theologe Professor von Stosch. Darüber hinaus widmeten sich Arbeitsgruppen aktuellen Themen des kommunalen und regionalen interreligiösen Dialogs.

Der Erste Bundeskongress der Räte der Religionen wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem interreligiösen Projekts „Weißt Du wer ich bin“ gefördert. Der zweite Bundeskongress der Räte der Religionen soll im September 2019 in Hannover stattfinden.

Räte und Runde Tische der Religionen bemühen sich darum, möglichst viele religiöse und weltanschauliche Gemeinschaften dauerhaft ins Gespräch zu bringen. Zu Ihren Tätigkeitsschwerpunkten gehören die Organisation interreligiöser Veranstaltungen, die Bildungsarbeit, Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und politischen Themen, die Organisation von Friedensgebeten und vieles andere mehr. Oft fungieren Räte der Religionen auch als Türöffner für kleine Gemeinschaften und vermitteln bei Konflikten.