Orgelmatinée mit Witold Zalewski
Mieczysław Surzyński zählt zu den wichtigsten Vertretern der polnischen Sakralmusik in der Zeit des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert. Er studierte unter anderem in Berlin, war Organist und Chordirektor an den Kathedralen von Posen und Sankt Petersburg und ab 1906 Professor für Orgel an der Musikhochschule in Warschau und Organist der dortigen St. Johanneskathedrale. Sein pädagogisches Wirken beeinflusste nachhaltig das kirchenmusikalische Leben seiner Zeit. Surzyńskis kompositorisches Schaffen – Messen, Motetten, Orgelwerke und Liturgische Gesänge – verbindet romantische Klangsprache mit Elementen der kirchlichen Tradition, besonders des Gregorianischen Chorals. „Capriccio“, „Chant triste“ und „Toccata“ aus den Improvisationen op. 36 gehören zu seinen bekanntesten und eindrucksvollsten Orgelwerken.
Er ist Dozent am Intercollegiate Institute for Church Music in Krakau, wo er Kurse in liturgischer Praxis und Orgelunterricht gibt. Im Jahr 2012 wurde ihm der Doktortitel in Kunst verliehen. Seit 1998 ist er Mitglied des Ausschusses für Kirchenmusik der Metropolitankurie in Krakau.
Er war Organist während der Pilgerreisen des Papstes. Als Mitorganisator zahlreicher Festivals und Konzerte engagiert er sich für die Förderung der Orgelmusik. 2011 wurde er von Papst Benedikt XVI. mit der Medaille „Pro Ecclesia et Pontifice” ausgezeichnet.
Seit 2011 findet einmal im Monat eine halbstündige Orgelmatinée im Frankfurter Dom statt, die in der Regel von Dommusikdirektor Andreas Boltz und renommierten Gastorganisten/-musikern gestaltet wird. Die Domorgel mit ihren 116 Registern und ca. 9.000 Pfeifen ist die größte Orgelanlage in Hessen und die siebtgrößte Orgel in Deutschland. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Karten gibt es ausschließlich ab 12 Uhr an der Tageskasse.