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Trauer und Literatur passen zusammen

"Scheintod" von Eva Demski
Trauer und Literatur passen zusammen
Trauer und Literatur passen zusammen
© ZFT

Frankfurt liest ein Buch 2021

Literatur und Trauer - das passt durchaus zusammen, wie sich am vergangenen Donnerstag im Trauerzentrum St. Michael gezeigt hat. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Frankfurt liest ein Buch" fand in der Kirche die Lesung „Nach der letzten Reise“  statt. Jo van Nelsen las aus Eva Demskis Roman „Scheintod”

Nach einer Kirchenführung durch die denkmalgeschützte Trauerkirche folgte die Lesung, anschließend gab es ein Gespräch über den Roman und Erfahrungen mit Trauer im Jahr 2021. Im Gespräch mit  Jo van Nelsen sowie Verena Maria Kitz, der Leiterin des Zentrums für Trauerseelsorge St. Michael, ging es um Erfahrungen mit der Trauer zwischen der „Unfähigkeit zu trauern“ der Nach-Kriegsgeneration, aktueller Trauer in Pandemiezeiten sowie persönlicher Trauererfahrungen. Und es ging um die Frage: Wie können Angebote eines Zentrums für Trauerseelsorge, bzw. eine Trauerkirche für Menschen von heute hilfreich sein?

Eva Demskis erstmals 1984 erschienener Roman bietet nicht nur eine wichtige Innenansicht der Strömungen und der Selbstverliebtheit der sich radikalisierenden 68er und der erstarrten BRD. Der Roman lädt auch zu einer Reflexion ein über Trauer, ihre Riten und ihre Bewältigung. Eva Demski lässt ihre Hauptfigur Fragen eröffnen: Wo stehen wir, wenn wir trauern? Wieviel wollen und können wir wissen über unsere Verstorbenen? Und wie leben wir ohne sie weiter?

Menschen während der Führung durch unsere Kirche
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Blick auf das Podium Verena Maira Kitz und Jo van Nelsen
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