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Engagement aus Leidenschaft

Vertreterinnen von „Women’s Interfaith Council“ aus Nigeria kommen nach Frankfurt
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Elizabeth Abuk (links) gibt trotz schwerer Schicksalsschläge nicht auf. Sie setzt sich weiter für den Frieden in ihrer Heimat ein. © Hartmut Schwarzbach/missio

Im Oktober, dem Monat der Weltmission, kommen Sr. Veronica Onyeanisi, Elizabeth Abuk und Daharatu  Aliyu von der interreligiösen Fraueninitiative „Women’s Interfaith Council“ aus Nigeria nach Frankfurt. Von Donnerstag, 7. Oktober, bis Sonntag, 10. Oktober, werden sie an verschiedenen Orten von ihrer Arbeit in Nigeria berichten.

Women’s Interfaith Council, auch „Mütter für den Frieden“ genannt, ist eine vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio e.V. unterstützte Initiative aus Nigeria, die sich seit 2010 in der Krisenregion Kaduna für ein gewaltfreies Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen einsetzt. Dort entladen sich immer wieder gewaltsame ethnisch-religiöse Konflikte. Das Women’s Interfaith Council, kurz WIC genannt, besteht aus 23 christlichen und muslimischen Frauenverbänden mit mehr als 12.000 Christinnen und Musliminnen. Sie besuchen Dorfgemeinschaften oder Einzelpersonen nach Anschlägen, leisten emotionalen Beistand und organisieren Hilfe. Außerdem bieten sie Workshops für Frauen, Jugendliche und Religionsführerinnen und Religionsführer an, um Gewalt präventiv zu verhindern. Die drei Vertreterinnen der Initiative, die ins Bistum Limburg kommen, werden am 13. November den Aachener Friedenspreis 2021 erhalten.

Interreligiöses Frauenfrühstück und Gottesdienst

Sr. Veronica Onyeanisi, Elizabeth Abuk und Daharatu  Aliyu werden freitags Studentinnen und Studenten der Sozialen Arbeit und Praktischen Theologie an der Katholischen Hochschule in Mainz besuchen. Außerdem ist ein Fachgespräch mit Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes Katholischer Frauen geplant. Samstags werden die Frauen um 9.30 Uhr an einem interreligiösen Frauenfrühstück in Herz Jesu in Oberrad teilnehmen und von ihrer Arbeit in Kaduna berichten. Dort gibt es die Möglichkeit, ihnen zu begegnen. Ebenso ist ein Treffen am Sonntagmorgen, um 11 Uhr, im Gottesdienst in Maria Hilf, Rebstöcker Str. 70, in Frankfurt möglich.

„Mich berührt, dass sich die Frauen mit Leidenschaft aus eigenen Gewalterfahrungen heraus engagieren. Ich bin überzeugt, dass wir durch die Begegnung sehr viel lernen können, weil sie voller weiblicher Kraft und der Bereitschaft zur Versöhnung religions- und kulturüberschreitend zusammenarbeiten, um weitere Konflikte zu vermeiden“, sagt Jacqueline Schlesinger, missio-Referentin im Bistum Limburg. Sie hat das Programm mit den Gästen in Kooperation mit der missio-Diözesanreferentin aus dem Erzbistum Mainz und dem missio-Diözesanreferenten aus dem Bistum Fulda organisiert.

Weltmissionssonntag am 24. Oktober

Der Weltmissionssonntag am 24. Oktober ist die größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche weltweit. Dann sammeln Kirchenbesucher in den Gottesdiensten in rund 100 Ländern eine Kollekte für die Seelsorge, soziale Arbeit und Unterhalt der Kirche in den 1.100 ärmsten Bistümern der Welt. In Deutschland organisieren die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und missio München den Weltmissionssonntag. 2020 sammelte missio Aachen dafür 3,4 Millionen Euro, weltweit wurden rund 53 Millionen Euro gesammelt. Zum Weltmissionssonntag lädt missio Aachen Projektpartnerinnen und Partner der Kirche aus Nigeria ein, die vom 3. bis 24. Oktober drei Wochen lang in deutschen Diözesen zu Gast sind, um über ihre Arbeit zu berichten.

Weitere Informationen gibt es bei der missio-Diözesanreferentin Jacqueline Schlesinger.

Jacqueline Schlesinger
Diözesanreferentin für missio
Tel.:06431 295-417
 0173 664 665 9

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