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Dommuseum langfristig sichern

Magistrat beschließt Ausgleich für Mehraufwendungen und höheren Zuschuss für 2022
Dommuseum langfristig sichern
Dommuseum langfristig sichern
Der Eingang des Dommuseums im Kaiserdom St. Bartholomäus. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefan Maurer

Das Dommuseum ist ein echtes Kleinod – und bei Kennern sakraler Kunst weit über Frankfurt hinaus bekannt. Die Ausstellung im historischen Kreuzgang mit liturgischen Geräten und Grabungsfunden aus dem Dom erfreut sich großer Beliebtheit.

Mit einer Erhöhung des Zuschusses reagiert der Magistrat jetzt auf die steigenden Kosten der vom Bistum Limburg betriebenen Einrichtung. Vertragsgemäß erhält das Dommuseum einmalig rund 91.000 Euro. Das entspricht der Hälfte der Fehlbeträge der Jahre 2019 und 2020. Hinzu kommen bis zu 85.500 Euro für das Jahr 2021. Um auch künftig eine auskömmliche Finanzierung des Dommuseums zu sichern, soll der Zuschuss für 2022 ebenfalls um 85.500 Euro auf dann 200.000 Euro steigen. In den vergangenen Jahren war im Haushalt jeweils eine institutionelle Förderung in Höhe von 114.500 Euro vorgesehen, was aber nicht den tatsächlichen Kosten entsprach.

„Mit diesem Beschluss kommt die Stadt ihren vertraglichen Verpflichtungen nach und stellt damit den Erhalt des Dommuseums sicher“, erläutert Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Der Kaiserdom St. Bartholomäus steht wie kein zweites Gebäude für die Geschichte Frankfurts vom Mittelalter bis zur Neuzeit“, sagt Feldmann. „Hier wurden Könige gewählt und Kaiser gekrönt. Er galt im 19. Jahrhundert als Symbol nationaler Einheit. Gemeinsam mit der Paulskirche bildet er eine Schicksalsachse. Seine wechselhafte Geschichte zu beleuchten, als Glaubensort, als steinernen Zeitzeugen und als Schatzkammer – dieser anspruchsvollen Aufgabe hat sich das Dommuseum verschrieben. Als Stadt sehen wir uns deshalb in der Pflicht, für die langfristige Sicherung des Museums gemeinsam mit dem Bistum Verantwortung zu übernehmen.“
 
Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff betont: „Die Stadt Frankfurt am Main hat in den vergangenen Jahren auf der Grundlage des Dotationsvertrags von 1830 hohe Summen in den Dom investiert. Auch das Dommuseum wurde 2017 mit Hilfe städtischer Mittel renoviert und präsentiert sich seitdem mehr denn je als ganz besonderer Ort. Ich freue mich, dass wir zusammen mit dem Bistum eine Lösung gefunden haben, wie dieses bedeutende Museum für sakrale Kunst trotz steigender Kosten und einem angespannten städtischen Haushalt auch in den kommenden Jahren finanziert werden kann.“ In einem Vertrag von 1987 ist geregelt, dass die Kosten des laufenden Betriebs des Museums, insbesondere die Personal- und Sachkosten, je zur Hälfte von der Stadt Frankfurt und vom Bistum Limburg getragen werden.
 
Das Dommuseum im Kreuzgang des Kaiserdoms St. Bartholomäus wurde im Jahre 1987 eröffnet und 2007 um das Sakristeum im benachbarten Haus am Dom erweitert. 2017 erfolgte mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums und der Stadt Frankfurt durch das Bistum Limburg eine umfangreiche Renovierung.
 
Zweck des Museums ist laut Vertrag zwischen der Stadt, dem Bistum Limburg und der Katholischen Domkirchengemeinde St. Bartholomäus die Förderung der Pflege von Kulturwerten und ihre Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit. Dies gilt insbesondere für die Gegenstände des Domschatzes Frankfurt am Main.

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