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16. und 17. Oktober: Flucht und Ankommen

16. und 17. Oktober: Flucht und Ankommen
16. und 17. Oktober: Flucht und Ankommen
Einen Krieg mitzuerleben ist oft eine traumatische Erfahrung. © Timon Studler / unsplash.com

Freitag, 16. Oktober, 17 bis 19.30 Uhr
Samstag, 17. Oktober, 10 bis 16 Uhr

Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Straße 23, Innenstadt

Dialogforum „Flucht und Ankommen“

Auch nach 75 Jahren sind nachfolgende Generationen traumatisiert

Wie Traumata der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen weitergegeben werden und wirken - darüber wollen in einem öffentlichen Diskussionsforum „Flucht und Ankommen“ am Freitag, 16. Oktober 2020 und Samstag, 17. Oktober 2020, im Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Straße 23, Innenstadt, Betroffene, Fachleute und Autor*innen sprechen. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach, des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt und des Erwachsenenbildners Manfred Ebert-Gottier. Das Dialogforum soll Beteiligten und Gästen eine Möglichkeit geben, ins Gespräch zu kommen und traumatische Erfahrungen aufzuarbeiten.

Barbara Hedtmann vom Evangelischen Regionalverband hat die Veranstaltung fast zwei Jahre mitorganisiert. „Wir wissen heute, dass es eine transgenerationale Weitergabe von Erfahrungen und Gefühlen gibt. Schreckliche Erlebnisse, wie die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, haben nicht nur bei den Betroffenen selbst, sondern auch bei deren Nachfahren ihre Spuren hinterlassen“, erklärt Barbara Hedtmann. „Und auch die Menschen, die nach 1945 aus Krisengebieten nach Deutschland geflüchtet sind, haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Gespräche zwischen den Generationen und Kulturen können helfen, die eigene Lebensgeschichte besser zu verstehen und sich mit ihr zu versöhnen“, berichtet die Koordinatorin für Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit über den Hintergrund des Dialogforums.

Zum Programm

Sind die Erfahrungen der Kriegskinder und Kriegsenkel vergleichbar mit den Erfahrungen der Menschen, die später Flucht und Vertreibung erleiden und das Ankommen in den unbekannten, häufig ablehnenden Gesellschaften bewältigen mussten? Werden die psychischen Erfahrungen in vergleichbarer Weise auf die nächsten Generationen übertragen? Im Mittelpunkt der Fachvorträge und Diskussionsrunden stehen die Sensibilisierung und der direkte Austausch zwischen den Generationen und Kulturen.

Begleitet wird das Programm durch zwei offene und kostenlose Abendveranstaltungen. Am Freitag, 16. Oktober 2020, von 20 bis 21.30 Uhr, berichtet der Autor und Filmemacher, Sebastian Heinzel, bei einer Lesung aus seinem Buch „Der Krieg in mir“ über die Aufarbeitung der Kriegsvergangenheit seines Großvaters. Eine Lesung mit Musik des weltbekannten palästinensisch-syrischen Pianisten Aeham Ahmad erwartet die Teilnehmenden am Samstag, 17. Oktober 2020, ab 16 Uhr. Weitere Informationen zum Programm gibt es auf www.frankfurt-evangelisch.de/dialogforum-flucht und im Flyer anbei.

Die Teilnahmegebühr für das Dialogforum beträgt 45 Euro. Die Teilnahme für Studierende sowie an den Abendveranstaltungen ist kostenfrei. Um Anmeldung zum Dialogforum wird gebeten bis Donnerstag, 8. Oktober 2020, per E-Mail an barbara.hedtmann@bistumfrankfurt-evangelischlimburg.de oder unter Telefon 069 921056678.

Pressekontakt: Barbara Hedtmann, Koordination Evangelische Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit, E-Mail barbara.hedtmann@bistumfrankfurt-evangelischlimburg.de, Telefon 069 921056678.

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