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16. September, 17 Uhr: Trauern, indem man das Leben feiert

16. September, 17 Uhr: Trauern, indem man das Leben feiert
16. September, 17 Uhr: Trauern, indem man das Leben feiert
Szene aus New Orleans - die amerikanische Stadt ist für ihre Trauerparaden bekannt. © Morgan Petroski

Trauern, indem man das Leben feiert - dieses Konzept ist in vielen Kulturen allgegenwärtig. Nun wird es auch in Frankfurt eine beschwingte Corona-Trauerparade geben: Am 16. September sind Menschen im Rhein-Main-Gebiet dazu eingeladen, im New-Orleans-Stil gemeinsam aller Herausforderungen und Verluste zu gedenken, aber auch das Leben zu feiern. Auch das Zentrum für Trauerseelsorge St. Michael wird sich beteiligen und mit dem neuen Lastenrad der Stadtkirche dabei sein.

Nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie sei es an der Zeit, ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen, heißt es in der Einladung zur gut zweistündigen Trauerparade. Es gehe darum, Hoffnung, Mut und Zuversicht zu vermitteln. "Rituale mit partizipativem Ansatz helfen dabei, Belastungen zu reduzieren und das Erlebte zu teilen und so gemeinsam zu tragen", schreiben die Veranstalter. Initiiert wird die Aktion von Dr. Elodie Kalb, Institut für Ethnologie an der Goethe Universität Frankfurt, Heidi Müller, Trauerzentrum Frankfurt, und Willi P. Heuse, Heuse Akademie.

Angeführt von der Band "All that Jazz" führt die Parade von der Frankfurter Hauptwache zum Hauptfriedhof. Start ist 17 Uhr. Die Trauerparade möchte die Vielzahl der Herausforderungen und Verluste sichtbar machen, aber auch ein Zeichen des Dankes an alle setzen, die wertvolle Unterstützung geleistet haben.

Wochen vor der Veranstaltung werden weiße Fähnchen ausgegeben, die kreativ gestaltet werden können, um damit eine Herausforderung, einen Verlust oder ein Zeichen des Dankes zu verbildlichen. Eine Übersicht der Orte, an denen die Fähnchen erhältlich sind, gibt es auf der Webseite der Trauerparade. Am Tag der Trauerparade werden die bunten Fähnchen während der Parade mitgeführt und am Ende in die eigens dafür bereitgestellte Fläche zentral am Eingang des Hauptfriedhofs in den Rasen gesteckt. Dort verbleiben sie zur Ansicht bis zum Sonntag, 19. September. Die Veranstaltung wird von zahlreichen regionalen und überregionalen Organisationen unterstützt. Mitmachen kann jede und jeder, unabhängig von Glauben, Kultur, Geschlecht, Alter, Beruf oder des Erlebten.

Weitere Infos gibt es unter www.trauerparade.de.

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