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Ökumenisches Corona-Totengedenken macht Namen sichtbar

Katholische und Evangelische Kirche in Frankfurt starten ökumenische Karten-Aktion
Ökumenisches Corona-Totengedenken macht Namen sichtbar
Ökumenisches Corona-Totengedenken macht Namen sichtbar
Trauer um einen Covid-Verstorbenen: Die katholische und evangelische Kirche starten gemeinsam eine Erinnerungsaktion. © Engin Akyurt

Allein in Frankfurt sind 639 Personen mit oder an Corona gestorben (Stand: 22. März 2021). Tausende Menschen trauern um sie. Hinzu kommen viele, die in Frankfurt um liebe Verstorbene aus anderen Städten oder Teilen der Welt weinen.

Anlässlich des bundesweiten Gedenkens an die Verstorbenen der Pandemie (18. April) gibt es in Frankfurt zwei zentrale liturgische Gedenkfeiern: Am Samstag, 17.4., 19 Uhr, im Dom, und am Sonntag, 18.4., 18 Uhr, in der Diakonissenkirche.

Dazu haben die katholische Stadtkirche Frankfurt und die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach gemeinsam die Aktion „Namentliches Gedenken an Corona-Verstorbene“ auf den Weg gebracht. Auf ökumenisch gestalteten Gedenkkarten kann der Name eines an oder mit Corona Verstorbenen eingetragen werden. Bei den beiden Gedenkfeiern werden die Namenskarten aufgestellt und danach in guter ökumenischer Zusammenarbeit im Zentrum für Trauerseelsorge aufbewahrt. Ziel der Aktion ist es, die Menschen, Lebensgeschichten und Namen hinter den anonymen Zahlen sichtbar zu machen.

So kann man mitmachen

Die Karten sind in vielen katholischen und evangelischen Kirchen verfügbar. In vielen Krankenhäusern werden sie über die Klinikseelsorge verteilt. Caritas und Diakonie beteiligen sich an der Verteilung in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen. Auch das Punctum in der Liebfrauenstraße wird sie in Kooperation mit dem Zentrum für Trauerseelsorge ab dem Dienstag nach Ostern verteilen. Außerdem kann die Vorlage der Karte auch selbst heruntergeladen, ausgedruckt und eingeschickt werden (Download siehe unten).

Damit alle Karten rechtzeitig zu den beiden Gedenkgottesdiensten gebracht werden können, bitten die Organisatoren die teilnehmenden Katholiken und Protestanten darum, alle Karten bis spätestens Donnerstag, 15. April 2021, an die Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeitzu schicken (Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main).

Alle Karten werden jeweils in beiden Gottesdiensten präsent sein. Besonders die Kartenausfüllenden sind zur Teilnahme an einer der Gedenkfeiern eingeladen. Neben Menschen, die einen Angehörigen oder Freund verloren haben, richten sich Gottesdienste und Aktion ausdrücklich auch an die Beschäftigten von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, die Corona-Erkrankte bis zum Tod gepflegt und begleitet haben.

Das Projekt wurde von Andreas Böss-Ostendorf, Krankenhaus-Seelsorger im Nordwest-Krankenhaus und in der Kranken- und Altenseelsorge in Sankt Marien tätig, angestoßen und von einer kleinen Gruppe entwickelt, darunter einige Klinikseelsorger*innen. Vor allem Verena Kitz (Trauerzentrum St. Michael), Jörg Harald Werron (punctum) und Pfarrerin Silke Peters (evangelische Stadtkirche) haben für die konkrete Umsetzung gesorgt.

Informationen zu den Gedenkgottesdiensten

Für die Teilnahme in der Diakonissenkirche bittet die evangelische Stadtkirche aufgrund einer begrenzten Anzahl an Plätzen um eine vorherige Anmeldung an:  altenseelsorge@bistumek-ffm-oflimburg.de oder Telefon (069) 20 45 76 40 30. Für den katholischen Gottesdienst im Dom ist keine Anmeldung notwendig. Selbstverständlich gelten die strengen Hygienevorschriften (Kontaktdaten hinterlegen, medizinische Maske, Abstand, kein Gesang).

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