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15.05.2017

Intervention II

Tobias Schnotale im Dommuseum Frankfurt

Bild: Schnotale

 FRANKFURT.- Das Dommuseum Frankfurt zeigt zeitgenössische Kunst zwischen den historischen Objekten des Domschatzes im Kreuzgang des Frankfurter Doms. Präsentiert werden vom 17. Mai bis zum 13. August Arbeiten auf Papier und eine Rauminstallation des Frankfurter Künstlers Tobias Schnotale (*1969). 

Die Zeichnungen im Format DinA 4, inszeniert wie in einem Skriptorium oder einer Bibliothek, stellen Vertrautes in rätselhafte Kontexte. So eröffnen sich den Betrachtern ganz freie Räume der Assoziation und der Erinnerung. In Korrespondenz mit den kostbaren Goldschmiedearbeiten, den Kelchen, Monstranzen und Reliquiaren, den alten Büchern und Gewändern tritt die religiöse oder spirituelle Dimension der Arbeiten in den Vordergrund. Ein Zopf erinnert an Reliquien wie jene der Hl. Clara in Assisi, Bücher erhalten beinahe auratischen Charakter, offene Fenster thematisieren An- und Abwesenheit zugleich, Tische erinnern an Altäre.

Im Quadrum, dem Innenhof des Kreuzgangs, wird ein riesiger Papierflieger landen; eine Installation, die gleichermaßen vertraut und irritierend wirkt, spielerisch und ein wenig surreal – denn die Frage welcher Luftzug das Objekt hierher getragen hat, bleibt offen.  

Dommuseum Frankfurt im Kreuzgang des Doms St. Bartholomäus
17.5.–13.8.2017, Di-Fr 10-17 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr
Eröffnung. Dienstag, 16. Mai, 19.00 Uhr

Zur Eröffnung spricht Jörg Simon; der Künstler ist anwesend.