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12.04.2017

Der Klang der Innenstadt

Großes Stadtgeläut am Pfingstsamstag

Ein harmonischer Klangteppich liegt über der Frankfurter Innenstadt (Foto: Kath. Stadtkirche/Archiv)

FRANKFURT.- Vier Mal im Jahr gibt es in der Stadt Frankfurt ein Klangerlebnis der besonderen Art. Dann ertönen die Glocken der zehn Innenstadtkirchen – harmonisch aufeinander abgestimmt. Am Samstag vor Pfingsten, 3. Juni, ist es wieder soweit, die insgesamt 50 Glocken läuten von 16.30 Uhr bis 17 Uhr die Osterzeit ein.
 
„Frankfurt am Main ist eine internationale Stadt, in der 160 Gemeinden und Gemeinschaften aller Weltreligionen vertreten sind. Das friedliche Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen macht das besondere unserer Stadt aus. Die Christen können hier ihre Feste in Ruhe feiern. Dies ist leider nicht überall auf der Welt möglich. Ein verantwortungsvoller und respektvoller Umgang miteinander befördert das friedliche Zusammenleben hier in Frankfurt“, sagt Kirchendezernent Uwe Becker.
 
Harmonische Klangfolge
 
„Die Glocken der Frankfurter Innenstadtkirchen sind sehr unterschiedlich und jede für sich ist ein Kunstwerk. Gemeinsam bilden sie beim Großen Stadtgeläute eine harmonische und berührende Klangfolge und schaffen einen Moment des Innehaltens. Sie erinnern die Bürger eindrucksvoll an die Bedeutung der Feiertage“, sagt Kirchendezernent Becker.

Die Tradition des Läutens reicht weit zurück: Bereits 1347 ist das Läuten aller Glocken belegt. Jedoch noch ohne eine solche harmonische Abstimmung der Glocken aufeinander, wie es heute der Fall ist. Jede der beteiligten Kirchen hat ein eigenständiges Geläut, gemeinsam ergeben sie ein harmonisches Gesamtkonzept. Außer am Samstag vor Pfingsten erklingt das Große Stadtgeläute auch am Samstag vor dem ersten Advent, am Heiligen Abend und am Karsamstag für jeweils eine halbe Stunde. In der Neujahrsnacht läuten die Glocken um Mitternacht für eine Viertelstunde. (pia)