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Über alle Grenzen hinweg

Christen in Frankfurt feiern Tag der Deutschen Einheit
Über alle Grenzen hinweg
Über alle Grenzen hinweg
Die zentrale Feier zu 25 Jahren deutscher Einheit auf dem Frankfurter Römerberg © D. Wiese-Gutheil/Kath. Stadtkirche (Archiv)

Christen in Frankfurt engagieren sich seit 28 Jahren über alle Grenzen hinweg beim Tag der Deutschen Einheit. Auch am 3. Oktober 2018 gibt es wieder verschiedene Dank-und Gebets-Gottesdienste für Jung und Alt. Die Feiern beginnen um 11:45 Uhr vor der Alten Nikolaikirche unter dem Motto „28 Jahre Einheit feiern – 2 Minuten schweigen, 28 Minuten danken“. Um 17:30 Uhr beginnt eine Andacht in der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG), Oeder Weg 6, und um 18:00 Uhr in der Heiliggeistkirche am Dominikanerkloster. Gegen 18:30 Uhr startet von den beiden Kirchen ein Kerzenmarsch zum Römerberg, der daran erinnern soll, wie mutige Christen vor mehr als 28 Jahren mit Gebeten und Kerzen eine friedliche Revolution begannen.

Auf dem Römerberg findet um 19:00 Uhr der internationale ökumenische Dank- und Fürbitte-Gottesdienst statt. Einer der Zeitzeugen aus der früheren DDR wird Manfred Kern aus Berlin sein, Baptistenpastor in der DDR und Leiter des Zusammenschlusses der Evangelischen Allianz in der ehem. DDR. Später dann Hauptverantwortlich für die Zusammenführung zu einer gesamtdeuschen Evangelischen Allianz Deutschland.

Mit den verschiedenen Veranstaltungen will der Zusammenschluss - bestehend aus Katholischer und Evangelischer Stadtkirchenarbeit, der Evangelischen Allianz, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ACK, dem Evangelischen Jugendwerk Hessen EJW und dem Christlichen verein junger Menschen CVJM und unterschiedlichen Migrantenkirchen - Gott für das Geschenk der Einheit danken und für die Zukunft des Landes und der Stadt beten.

Das diesjährige Thema „Verbunden in Europa“ soll nach Darstellung der Veranstalter eine „klare Botschaft des Miteinanders sein, mitten in die wieder neu aufbrechenden Risse in der Gesellschaft in Deutschland und in Europa hinein“. Mit Kerzen auf dem Römerberg solle aus unterschiedlichen Kulturen und Traditionen ein gemeinsames Zeichen des Friedens und der Gewaltlosigkeit am Tag der Deutschen Einheit gesetzt werden.

Moschee-Besuch bei Nachbarn

Da der 3. Oktober auch der Tag der Offenen Moschee ist, lädt die katholische Kirche außerdem am Mittag zu einem Besuch in einer Moschee ein. Der „Besuch bei Nachbarn“ beginnt um 12 Uhrvor dem Haus am Dom, Domplatz 3. Von dort gehen die Teilnehmer zu Fuß in eine kleine pakistanische Moschee in der Nähe. Fragen und Austausch zu den Themen: Wie leben Muslime ihren Glauben? Wer gehört zur Gemeinde? Welche Sorgen und welche Hoffnungen haben die Gemeindemitglieder? bis etwa 14:30h sollen die Nachbarschaft stärken.