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Sonntag der Solidarität

Internationale Solidaritätsaktion für Leidtragende der Corona-Pandemie
Sonntag der Solidarität
Sonntag der Solidarität
© pixabay.com

Angesichts der dramatischen globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie ruft die Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam mit den Bistümern, den weltkirchlichen Hilfswerken sowie den Orden zu einer gemeinsamen internationalen Solidaritätsaktion für die Leidtragenden der Pandemie auf. Im Mittelpunkt steht der „Sonntag des Gebets und der Solidarität“ am 6. September 2020.

Weitreichende Folgen

Das Corona-Virus betrifft die Menschen weltweit. Während jedoch die meisten europäischen Staaten die Pandemie derzeit unter Kontrolle haben, bedeutet das Virus in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch im Osten Europas, Krankheit, Hunger, Arbeitslosigkeit und einen Kampf ums Überleben. Es droht eine gesundheitliche, soziale und ökonomische Katastrophe. Die Kirche in Deutschland erreicht diese Regionen mit einem dichten Netzwerk. Damit kann den Ärmsten in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gebieten direkt geholfen werden. 

In dem Aufruf schreiben die Bischöfe:  „Die Corona-Pandemie hat die Welt nach wie vor fest im Griff. Überall fürchten Menschen, sich mit dem Virus anzustecken. Die Infektionen haben weitreichende Folgen. Die Krankheitsverläufe sind unterschiedlich, nicht wenige enden tödlich.“ Ältere Menschen fielen der Krankheit besonders häufig zum Opfer, aber auch Kinder würden in Mitleidenschaft gezogen. Zugleich bedrohe Corona das öffentliche Leben. „Als Kirche sind wir auch betroffen: Ein reges Gemeindeleben ist kaum möglich und die Gottesdienste können nur eingeschränkt gefeiert werden. Das alles besorgt uns sehr. Wir nehmen Teil an den Nöten und Ängsten, die die Corona-Pandemie auslöst, und tragen mit unseren Möglichkeiten dazu bei, die Krise zu bewältigen.“ Viel dramatischer als in Deutschland sei jedoch die Lage in anderen Teilen der Welt. Gerade die Kirche dürfe das Leiden der Unzähligen in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa nicht ignorieren, sondern sei zur Hilfe aufgefordert, so die deutschen Bischöfe.

„Die Hoffnungslosigkeit vieler Menschen, die bereits unter Armut, Gewaltkonflikten oder Klimaschäden leiden, steigt durch Corona nochmals,“ berichtet Winfried Montz, Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg, aus Partnerkontakten. „Neben einem hohen Bedarf an Hygienemaßnahmen und medizinischer Hilfe sind zahlreiche gute Entwicklungsprogramme gefährdet, weil die Eigenbeteiligung in den Projekten vor Ort mangels Einnahmen wegbricht. Einzelne Partner befürchten die zweite Pandemie des Hungers, die Corona folgen wird, wenn die Nahrung nicht angebaut werden konnte oder infolge von Dürren ausfällt,“ so Montz. Viele Menschen mussten aufgrund von Krisen und Konflikten ihre Heimat verlassen und stehen nun vor der nächsten Krise. Projekte, wie die Humanitäre Hilfe für Binnenflüchtlinge des Limburger Partnerbistums Kumbo, müssen mit begrenzten Mitteln die Folgen der Doppelkrise aus Gewaltkonflikt und Corona-Pandemie auffangen.

Spendenkonto und liturgisches Material

Die Aktion umfasst drei Dimensionen: Gebet, Information und Spenden/Kollekten. Zentraler Bestandteil ist eine Sonderkollekte in den Gottesdiensten am 6. September. Darüber hinaus werden auch auf anderen Wegen Spenden zur Finanzierung internationaler Corona-Projekte eingeworben. Dazu ist ein Sonderkonto eingerichtet worden, auf das ab sofort Spenden eingehen können:

Verband der Diözesen Deutschlands

Stichwort: Corona-Kollekte 2020

IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03

GENODEM1DKM

Darlehnskasse Münster

Die Aktion ergänzt die Hilfsprogramme, die bereits in den zurückliegenden Monaten von Bistümern, Werken und Orden aufgelegt wurden. Andererseits konnten mehrere weltkirchliche Kollekten seit März wegen der coronabedingten Einschränkungen öffentlicher Gottesdienste nicht oder nur in begrenzter Form stattfinden.

Neben den bereits unter www.weltkirche.de/corona-kollekte vorhandenen Materialien zur Aktion (Wort-Bild-Marke, Gebetszettel, Informationsflyer und Plakat, Social Media-Vorlagen) werden den Pfarrgemeinden und allen Interessierten zusätzlich liturgische Hilfen (Fürbitten und Predigtvorschläge) für die Gestaltung der Gottesdienste am 6. September 2020 zur Verfügung gestellt.