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Seit zehn Jahren im Stadtteil vernetzt

Nachbarschaftliche Hilfen: Hilfenetz Gallus und Kuhwald feiert Jubiläum
Seit zehn Jahren im Stadtteil vernetzt
Seit zehn Jahren im Stadtteil vernetzt
Ansprechpartner im Hilfenetz Gallus und Kuhwald mit Pastoralreferent Stefan Hofer (links) und Caritas-Mitarbeiterin Sabrina Bigos (rechts; v.l.n.r.): Erika Penna, Christina Fromm, Monika Schlehdorn und Alexander Reif. © Caritasverband Frankfurt e.V.

Seit zehn Jahren vermittelt das Hilfenetz Gallus und Kuhwald Helfer in Haushalt und Alltag, schafft so wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und fördert die Begegnungen im Stadtteil. Das gemeinsame Angebot von Kirchengemeinden und Caritas war damals das dritte seiner Art. Heute sind elf Hilfenetze in nahezu allen Frankfurter Stadtteilen aktiv. In der Jubiläumsfeier am Sonntag, 8. April, wurden Mitarbeiter der ersten Stunde geehrt.  

„Das Hilfenetz Gallus und Kuhwald ist eines unserer ältesten und tragfähigsten Hilfenetze“, berichtet Sabrina Bigos, Geschäftsführerin der Hilfenetze im Caritasverband Frankfurt e. V. „Über die Jahre sind verlässliche Strukturen und Kooperationen entstanden. Die Vermittler und die Mitglieder der Steuerungsgruppe geben alles, um ihr Hilfenetz voranzubringen.“

Ökumenisches Erfolgsmodell

Gemeinsam mit den katholischen Gemeinden St. Gallus, Maria Hilf und St. Pius sowie der evangelisch-lutherischen Gemeinde Frieden und Versöhnung ist der Caritasverband Träger des Hilfenetzes Gallus und Kuhwald. In der Kontakt- und Vermittlungsstelle wurden in den vergangenen zehn Jahren 345 Hilfesuchende an 167 Helferinnen und Helfer aus der direkten Nachbarschaft vermittelt. Aktuell sind es 103 kranke, behinderte und alte Menschen, die von 89 Mitarbeitenden meist regelmäßig begleitet werden. Zu den häufigsten Leistungen gehören vor allem Hilfen für die Haushalts- und Alltagsführung. Dazu zählen unter anderem Putzen, Einkaufen, Gartenarbeiten, aber auch die Begleitung zum Arzt oder Spazierengehen. Im Schnitt werden von den Kunden zwei Hilfestunden pro Woche angefragt. Zudem ermöglichen die Hilfenetze eine niedrigschwellige, flexible und wohnortnahe Beschäftigung für Menschen mit geringem Einkommen, die auf einen Zuverdienst angewiesen sind. Auf diese Weise entstehen Kontakte und Begegnungen im Stadtteil.

Für ihr langjähriges Engagement ehrten Sabrina Bigos und Pastoralreferent Stefan Hofer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ersten Stunde: Erika Penna, aktuell als Vermittlerin tätig, Christina Fromm und Monika Schlehdorn, beide in der Steuerungsgruppe aktiv, sowie Alexander Reif, Vermittler und Steuerungsgruppenmitglied. Für ihr Engagement wurden außerdem alle Helferinnen und Helfer geehrt.

Weitere Informationen zu den Hilfenetzen unter www.caritas-frankfurt.de/hilfenetze

Über die Hilfenetze

In Kooperation mit katholischen und evangelischen Kirchengemeinden bietet der Caritasverband Frankfurt elf Hilfenetze zur Organisation haushaltsnaher Dienstleistungen für alte, behinderte und kranke Menschen in 28 Frankfurter Stadtteilen. Von Kirchengemeinden werden vor Ort Kontakt- und Vermittlungsstellen betrieben. Diese vermitteln aktuell mehr als 700 Helfer aus der direkten Nachbarschaft bzw. dem Stadtteil.

Als reine Ehrenamtsprojekte in den Kirchengemeinden entstanden, unterstützt der Caritasverband heute in der Geschäftsführung und Betreuung der Hilfenetze. Alle Mitarbeiter sind unfall- und haftpflichtversichert. Sie erhalten Fortbildungen und Begleitung. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen von hauptamtlichen Fachkräften durchgeführt.

Vor zwölf Jahren gründete die Caritas mit der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Apostel in Unterliederbach das erste Hilfenetz – ein Erfolgsmodell. Insgesamt beteiligen sich derzeit 41 Kirchengemeinden an der Umsetzung der Hilfenetze, darunter 29 katholische und zwölf evangelische Gemein-den. Im Jahr 2016 wurden in allen Hilfenetzen insgesamt über 900 Kunden betreut. Rund 860 Helfer waren im Einsatz.