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ÖKT-Abschluss an der Weseler Werft

Schlussgottesdienst im Freien und positive Bilanz
ÖKT-Abschluss an der Weseler Werft
ÖKT-Abschluss an der Weseler Werft
Kirchenpräsident Volker Jung, Erzpriester Radu Constantin Miron und Bischof Georg Bätzing (v.l.n.r.) beim ÖKT-Abschlussgottesdienst in Frankfurt. © Peter Bongard

Nach vier Tagen wurde der dritte Ökumenische Kirchentag am Sonntag, 16. Mai 2021, mit einem Open-Air-Gottesdienst an der Weseler Werft in Frankfurt abgeschlossen. Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der Limburger Bischof Georg Bätzing und Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) leitete den Gottesdienst unter dem Motto: „Schaut hin – blickt durch – geht los“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte in einer Rede vor Beginn des Gottesdienstes, was für ein „wunderbarer Anblick“ die versammelten Menschen nach den zurückliegenden Wochen und Monaten der Pandemie für ihn seien. Sorgenvoll blickte er auf die soziale Dimension der Krise und rief dazu auf, insbesondere jetzt die sozial Schwachen, die, die für andere hart schufteten, die Einsamen und Menschen, die Gewalt erfahren, nicht aus dem Blick zu verlieren. Auf das Leitwort des ÖKT bezogen mahnte er, auch weiterhin hinzuschauen: „Wir müssen Wunden heilen, die Corona in unserer Gesellschaft geschlagen hat.“ Die zunehmende Entfremdung der Menschen im Blick, fügte er hinzu: „Die Zukunft gewinnen wir nicht im Streit miteinander. Wir müssen Brücken bauen zwischen Menschen und Gruppen, die die Pandemie verfeindet hat. Wir müssen nicht einer Meinung sein, aber wir brauchen einander.“

Gott geht mit

Mareike Bloedt, Pastorin der Ev.-methodistischen Kirche, und die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, Schwester Katharina Ganz predigten als Frauen-Duo. Beide thematisierten eine neue Gerechtigkeitsdebatte, ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Bloedt gab sich zuversichtlich: „Mitten in der Krise geht Gott mit. Er lädt sein Volk dazu ein, alles gerecht zu teilen.“ Ganz ermutigte, tatkräftig selbst für Gerechtigkeit zu sorgen: „Drücken wir uns nicht vor der Verantwortung! Wir machen einen Unterschied, wenn wir für Menschen sorgen.“

Die ÖKT-Präsidentin Bettina Limperg und der ÖKT-Präsident Thomas Sternberg formulierten gemeinsam die Botschaften des 3. ÖKT, indem sie dazu aufriefen, sich als Christinnen und Christen einzusetzen für den Erhalt der Lebensgrundlagen künftiger Generationen, sich gegen Hass und Hetze zu stellen, die Würde des Menschen weltweit zu achten und danach zu handeln. Feindseligkeiten, Nationalismen und Machtmissbrauch seien entschieden und laut entgegenzutreten. Ganz besonders wurde den Menschen in Israel und Palästina gedacht und zum Dialog auch in scheinbar ausweglosen Situationen ermutigt.

Sehr konkret war die dringende Bitte, die Verlierer der Corona-Krise nicht aus dem Blick zu verlieren: „Als Christinnen und Christen setzen wir uns ein für Menschen, die durch die Pandemie in seelische oder wirtschaftliche Not geraten sind. Jede und jeder ist gefordert, zu helfen. Schaut hin!“ Zum Aufbruch aus diesem ÖKT hinein in den Alltag formulierten beide: „So brechen wir auf, motiviert durch die reiche ökumenische Erfahrung. Gestärkt durch die Einladung Christi an seinen Tisch gehen wir in die Welt.“

Nächster Katholikentag im Mai 2022

Zum Ende des Gottesdienstes luden Bischof Gebhard Fürst aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart und der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern Heinrich Bedford-Strohm zum 102. Katholikentag vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart und zum 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 7. bis 11. Juni 2023 in Nürnberg ein.

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