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Lebensort Flughafen

Fraport lädt zum ersten Tag der kirchlichen Dienste
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Katholische Seelsorge am Flughafen: Pater Goldkuhle (2.v.li.) mit seinem Team © D. Wiese-Gutheil/Stadtkirche Frankfurt

Den Frankfurter Flughafen mit seinen rund 85.000 Mitarbeitern treiben wirtschaftliche und betriebliche Interessen, doch das soll nicht alles sein: Erstmals lud der Flughafen-Betreiber Fraport am Freitag, 26. Oktober, zu einem „Tag der kirchlichen Dienste“. „Wir müssen uns auch um die vielen Menschen, die hier arbeiten, kümmern. Oft brauchen sie neben ihrem Dienst Zuwendung bei Problemen, Ansprache in persönlichen Krisen oder einfach die Möglichkeit zum Austausch“, begründet Arbeitsdirektor und Fraport-Vorstand, Michael Müller, die Initiative.

Seit vielen Jahren sind die christlichen Kirchen am Flughafen Frankfurt vertreten. Diakonie und Caritas sorgen mit einem kirchlichen Flüchtlingsdienst, in der Abschiebebeobachtung, in der Flüchtlingsunterkunft, mit aufsuchender Sozialarbeit und einem kirchlichen Sozialdienst für Passagiere für das „soziale Geschehen am Lebensort Flughafen“, wie der Leiter des Diakonischen Werkes Frankfurt, Michael Frase, betont. Daneben gibt es die katholischen und evangelischen Seelsorger vor Ort, die jeden Tag und für jeden Menschen ansprechbar sind, täglich Gottesdienste anbieten und Gelegenheit zum Gebet und zur Besinnung bieten, aber auch einen Schutzraum zur Verfügung stellen und Rat und Hilfe in vielerlei Situationen geben können, wie der katholische Seelsorger, Pater Heinz Goldkuhle, hervorhebt.

Für das Bistum Limburg unterstreicht Johannes Weuthen vom Dezernat Pastorale Dienste die Bedeutung des Flughafens. Der Ort zwischen Ankunft und Abflug stelle Menschen oft vor besondere Probleme und Herausforderungen. Dann müsse Kirche erreichbar sein, ein echtes Gegenüber bieten und höchste Präsenz sicherstellen. „Unsere Dienstleistung braucht ein menschliches Antlitz“, versichert auch Arbeitsdirektor Müller. Nicht nur aus pragmatischem Interesse, sondern auch aus ethischer Verpflichtung wolle der Flughafenbetreiber das Seine tun gegen Diskriminierung und Abschottung und für ein freundliches, verständnisvolles Miteinander.