Kategorien &
Plattformen

Kinderrechte in der Corona-Krise nicht vernachlässigen

Stellungnahme der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken
Kinderrechte in der Corona-Krise nicht vernachlässigen
Kinderrechte in der Corona-Krise nicht vernachlässigen
© pixabay

Kinder haben in der Corona-Krise offensichtlich keine Lobby. Darauf hat die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken am Mittwoch, 29. April, hingewiesen. So sei die Notbetreuung in den Kindertagesstätten und Grundschulen allein am Beruf oder der Lebenssituation der Eltern ausgerichtet, nicht an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen selbst. Insbesondere diejenigen, die eine besondere Unterstützung benötigten, kämen so zu kurz.

Die bisherigen Entscheidungen zur Lockerung seien, so die Feststellung, nur aus der Perspektive von Erwachsenen getroffen worden. Kinderrechte wie das Recht auf Bildung oder das Recht auf Freizeit und aktive Erholung blieben eingeschränkt, während die Beschneidung anderer Grundrechte teilweise zurückgenommen werde.

Aus epidemiologischer Sicht sei der Nutzen der Schließung von Kindertagesstätten und Schulen nicht gesichert, heißt es in der Stellungnahme. Dagegen warnten Fachverbände bei fortdauernden Schließungen vor langfristigen medizinischen und entwicklungspsychologischen Schäden und wiesen auf zunehmende Gefahren für das Kindeswohl hin, weil wichtige Frühwarnsysteme ausfielen. Die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken plädiert daher für die schrittweise Öffnung von Spielplätzen, Kindertagesstätten und Schulen zum nächstmöglichen Zeitpunkt und die Erstellung entsprechender Schutzkonzepte.

Stellungnahme der Stadtversammlung zu Kinderrechten in der Corona-Krise