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Historische Messgewänder in der Justinuskirche

Ausstellung vom 6. bis 21. Oktober in Frankfurt-Höchst
Historische Messgewänder in der Justinuskirche
Historische Messgewänder in der Justinuskirche
© Stiftergemeinschaft Justinuskirche

Die fast 1200-jährige Justinuskirche in Höchst bewahrt viele Kunstgegenstände aus vergangenen Jahrhunderten. Dazu gehört auch eine große Anzahl von historischen Messgewändern von der Barockzeit bis heute, die sich in Schränken und Schubladen finden: Kaseln und Dalmatiken, Chormäntel, Stolen und Manipel, Altarbehänge, Kelch- und Altarbuchvelen oder Vereinsfahnen der kirchlichen Vereine gehören zum Bestand der ehemaligen Pfarrkirche und Klosterkirche der Antoniter.

Eine besondere Ausstellung in der Justinuskirche Höchst zeigt vom 6. bis zum 21. Oktober eine Auswahl dieser historischen Paramente. Dazu gehören auch bisher wenig beachtete Gewänder, die kurz vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 – 1965) geschaffen wurden und die in der Kirchenkunst eine radikale Änderung mit sich brachten: Der Priester feierte jetzt die Messe mit dem Gesicht zu den Gläubigen. Die bisher reich geschmückte Rückseite der Messgewänder verlor so ihre jahrhundertealte Bedeutung.

Prachtvoll bestickt und restauriert

Die meist prachtvoll besticken Textilien, von denen viele restauriert wurden, hat Ernst-Josef Robiné von der Stiftergemeinschaft Justinuskirche zu einer einmaligen Ausstellung aus Schränken und Schubladen herausgesucht. Außerdem werden viele alte Fotos von kirchlichen Veranstaltungen, bei denen die Paramente verwendet wurden, zu sehen sein.

 

Entstanden ist mit Unterstützung der Infraserv Höchst auch ein reich bebildertes Buch, das die historischen Paramente in der Justinuskirche Frankfurt a.M.-Höchst beschreibt. Die Texte stammen von Karen Stolleis (Paramente bis 1930) und Ernst-Josef Robiné (spätere Paramente). Es ist in der Justinuskirche und bei der Buchhandlung Bärsch, Ffm-Höchst, Albanusstr. 29, zum Preis von 18 € erhältlich.

Die Ausstellung „Historische Paramente in der Justinuskirche“ wird am Freitag, 5. Oktober, 18 Uhr in der Justinuskirche Höchst Justinusplatz 2-4 (Höchster Altstadt) eröffnet. Bis zum 21. Oktober sind die Ausstellungsstücke samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr, dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Montags ist die Kirche geschlossen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Ernst-Josef Robiné führt am Samstag, 6. Oktober um 11 Uhr durch die Paramentenausstellung (Führungsgebühr 3 €).

Älteste Kirche Frankfurts

Die karolingische Justinuskirche in Frankfurt-Höchst ist das älteste erhaltene Gebäude in Frankfurt am Main und eine der ältesten Kirchen in Deutschland. Die dreischiffige Basilika stammt aus der Zeit nach 830. Der spätgotische Hochchor entstand ab 1441.