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Ehrung für`s Ehrenamt - Auszeichnung für zwei couragierte Frauen
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Die Preisträgerinnen Angelika Kaupp (3.v.li.) und Agnes d`Albon (2.v.re.) im Bartholomäusdom © D. Wiese-Gutheil/Kath. Stadtkirche Frankfurt

Die beiden Preisträgerinnen haben einen ganz einfachen Tipp parat: "Ein Ehrenamt ist nicht nur Geben, man bekommt auch ganz viel zurück, nämlich ein großes Glücksgefühl und tiefe Zufriedenheit. Probieren Sie es doch einfach aus!" 

Agnes d`Albon aus Praunheim und Angelika Kaupp aus Bornheim sind die Preisträgerinnen der Bartholomäusplakette 2018. Vergeben wird die Auszeichnung alljährlich zum Bartholomäusfest von der katholischen Stadtkirche Frankfurt, dem Stadtsynodalrat und der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken. Sie ist ein Dank für langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Stadtkirche.

Doch viel Aufhebens wollen die beiden Geehrten um ihre Arbeit gar nicht machen. Schließlich gebe ihnen das Ehrenamt auch viel zurück. Den immensen Einsatz, der sich dennoch hinter dem Ehrenamt verbirgt, hervorzuheben, bleibt den beiden Laudatoren überlassen, Caritasdirektorin Gaby Hagmans und dem Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung in Frankfurt, Markus Breuer. 

Die Zahnärztin Agnes d´Albon hat die 2010 eröffnete Zahnarztpraxis für obdachlose und arme Menschen mit und ohne Krankenversicherung in der Elisabeth-Straßenambulanz  des Caritasverbandes Frankfurt initiiert. Mit Elan und Kreativität hat sie ehrenamtlich die Ambulanz aufgebaut. Sie koordiniert dort seither ein Team von etwa 20 Fachärzten, die an zwei Tagen pro Woche kostenfreie Sprechstunden anbieten. Pro Jahr können so mehr als 250 arme und obdachlose Patienten ohne Krankenversicherung behandelt werden. "Frau d`Albon und ihr Team lindern nicht nur Schmerzen, sie bringen auch Lebensqualität zurück, denn nach der Behandlung können ihre Patienten wieder lachen", betont Gaby Hagmans.

Angelika Kaupp engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Frauen- und Seniorenarbeit sowie der Bildungsarbeit der katholischen Stadtkirche. Sie ist im Koordinierungsausschuss für die katholische Altenarbeit aktiv und leitet einen Altenclub. Außerdem sorgt sie bei der Katholischen Frauenarbeit mit Umsicht und Empathie für Vernetzung und unterstützt ehrenamtlich ihren früheren Arbeitgeber, die Katholische Erwachsenenbildung Frankfurt. Ihre Herzlichkeit hebt Markus Breuer hervor und ihr stilles Wirken im Hintergrund: "Wo katholisch draufsteht, ist meist auch Angelika Kaupp mit drin", wenn es um katholische Frauen-, Bildungs- und Seniorenarbeit gehe.