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Die Welt ein bisschen besser machen

Bettina Limperg predigte am Kirchentagssonntag im Frankfurter Dom
Die Welt ein bisschen besser machen
Die Welt ein bisschen besser machen
© © anja köhler | andereart.de

„Schauen auch Sie hin, setzen Sie sich ein, wo immer Sie einen Widerspruch oder Zweifel verspüren, lassen Sie nicht nach in unser aller Bemühen, diese Welt ein bisschen besser zu machen“: Mit diesem Appell hat Bettina Limperg, evangelischerseits Präsidentin des 3. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) und Präsidentin des Bundesgerichtshofs, ihre Predigt am Kirchentagssonntag im Frankfurter Dom verbunden. Eindrücklich richtete sie an alle Teilnehmer die Einladung, „mitzumachen, mitzuwirken, dabei zu sein beim 3. ÖKT oder auch einfach nur das Wort dieses Jesus  Christus weiterzutragen.“ Es sei ein Wort, das nicht ausgrenze, nicht nur gelehrt daherkomme, nicht seelenlos sei, nicht von der Macht und nicht vom Einfluss her gedacht sei.

„Es ist das Wort eines lebendigen Gottes, eines Gottes, der mit menschlichem Antlitz auf uns schaut und uns auffordert, mit diesem glanzvollen Blick auf die Mitmenschen und unsere Welt zu schauen. Es ist das Wort, das uns zu Mitmenschlichkeit aufruft und uns zugleich stärkt“, sagte sie. Dieser Mitmenschlichkeit viele Gesichter zu geben, beschrieb Limperg in ihrer Predigt auch als die Absicht des 3. ÖKT. „Wir wollen hinschauen und nicht wegsehen. Und aus alledem soll ein Handeln, soll ein Heilen an und in dieser Welt werden, soweit es eben in unserer Macht steht.“

Limperg äußerte sich bei dieser Gelegenheit auch zu den viel diskutierten Fragen rund um Abendmahl und Eucharistie. Intellektuell könne man sich an diesen Themen gut abarbeiten. Bei einem aber sei sie sich ganz sicher: Jesus Christus selbst lade ein zur Mahlfeier in seiner wahrhaftigen Gegenwart und biete Gemeinschaft an unter seinem Wort und zu seinem Gedächtnis. Er selbst lade alle ein, Teil zu sein von einer großen Gemeinschaft, die dem einen Auftrag verpflichtet sei: „zum Heil der Welt unseren Beitrag zu leisten.“

Zuvor hatte die evangelische Kirchentagspräsidentin davon berichtet, dass sie sich als Jugendliche, aber auch als Erwachsene, oft gefragt habe: „Was hätte Jesus Christus getan?“ Sie habe Jesus seit ihrer Pubertät als revolutionär, visionär und vollkommen unerschrocken sich auflehnend gegen den „Mainstream“ wahrgenommen, der sich gegen die feste Ordnung von Recht und Gesetz, gegen verkrustete Strukturen und fadenscheinige Argumente der Mächtigen gewandt „und den ich auch deshalb verehrt habe“. Sie habe diese Geschichten und Worte in ihrer Jugendbibel dick angemerkt und bis heute sei ihr der unmittelbare Bibeltext der authentischste Zugang zu ihrem Glauben geblieben.

Am Kirchentagssonntag, 7. Februar, feiern Gemeinden und Pfarreien vieler christlicher Konfessionen bundesweit gemeinsam Gottesdienste zur Einstimmung auf den 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der vom 13.-16. Mai 2021 in vornehmlicher digitaler Form stattfinden wird. Der Ökumenische Kirchentagssonntag soll neugierig machen, informieren, motivieren und die Gemeinden und Pfarreien einladen, den ÖKT in ihre Fürbitte mit einzuschließen.

Die Predigt im Wortlaut

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