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Der Stadtgesellschaft Impulse gegeben

Daniela Marschall-Kehrel und Rolf Würz sind die neuen Träger der Bartholomäusplakette
Der Stadtgesellschaft Impulse gegeben
Der Stadtgesellschaft Impulse gegeben
Stadtdekan zu Eltz, Daniela Marschall-Kehrel, Rolf Würz, Marianne Brandt (v.l.) © Reichwein/Bistum Limburg
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Mit beiden Beinen auf dem Boden Frankfurts, aber manchmal auch mit dem Kopf über den Wolken, weil die Dinge im Lichte Gottes ein wenig anders aussehen: Mit diesen Worten hat Stadtdekan Johannes zu Eltz in seiner Begrüßung die beiden diesjährigen Preisträger der Bartholomäusplakette vorgestellt. Zusammen mit der Vorsitzenden der Frankfurter Stadtversammlung, Marianne Brandt, zeichnete er am Sonntag, 30. August, in einer Feierstunde im Haus am Dom Daniela Marschall-Kehrel und Rolf Würz für ihren langjährigen besonderen Einsatz für die katholische Stadtkirche Frankfurt aus. Die zwei Geehrten seien immer ihrem Herzen gefolgt, auch manchen  Widerständen zum Trotz, hätten Verantwortung übernommen und der Stadtgesellschaft Impulse gegeben, sagt Marianne Brandt. Zusammen könne man stolz darauf schauen, was sie in all den Jahren für die Stadtkirche getan hätten.

 

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Die Ärztin Dr. Daniela Marschall-Kehrel arbeitet seit 2008 aktiv in stadtsynodalen Gremien mit. Sie war von 2012 vier Jahre lang im Vorstand des Stadtsynodalrates und von 2016 an für eine Amtszeit Vorsitzende der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken und stellvertretende Vorsitzende des Stadtsynodalrates. Die beiden Frankfurter Stadtkirchenforen 2016 und 2018, bei denen sie in Vorbereitung und Umsetzung eine entscheidende Rolle spielte, waren ihr ein großes persönliches Anliegen. Sie habe sich mit Kompetenz und Empathie, tief verwurzelt in ihrem Glauben, eingesetzt, sagte der ehemalige Stadtreferent Hans-Dieter Adam in seiner Laudatio. Als Themen, die ihr besonders am Herzen liegen, nannte er die Segensfeiern und die Missbrauchsaufarbeitung ebenso wie die Bewegung Maria 2.0.  Eine gute ökumenische Zusammenarbeit sei für sie selbstverständlich. Marschall-Kehrel ist Mitglied im Präsidium des Ökumenischen Kirchentages und bringt dort die Frankfurter Perspektive ein. In diesem Jahr ist sie außerdem in den Diözesansynodalrat des Bistums Limburg gewählt worden.

„Ich hatte das Gefühl, dass es einen Spalt in der Tür der Kirche gibt, dass sich etwas bewegt“, erinnerte sich Marschall-Kehrel, sichtlich gerührt, in ihrem Dankeswort an den Beginn ihres Engagements. Sie sei dankbar, dass sie dabei hätte mitmachen dürfen, „und dass ich ein Stückchen geschafft habe.“ Wenn es heiße, es brauche mehr Ehrenamtliche in der Kirche, sollte allerdings auch ein wertschätzender Umgang mit ihnen gepflegt werden, mahnte sie.

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Für Rolf Würz seien Leben und Glauben Tu-Wörter im Sinne von „Tu was!“, beschrieb Andreas Böss-Ostendorf den zweiten Geehrten. Das Engagement von Würz sei dynamisch, sagte Böss-Ostendorf, der als Referent für Sozialpastoral in der Stadtkirche tätig war und in diesem Zusammenhang mit dem Projekt Casa San Antonio in Rödelheim  befasst war. Rolf Würz, der  seit langem im Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden in Frankfurt ehrenamtlich tätig ist, hatte dieses Projekt seit 2014 intensiv begleitet. Hier können im ehemaligen Pfarrhaus mittellose Migranten aus den Ländern der EU vorübergehend für drei Monate wohnen. Betreut werden sie von der portugiesischsprachigen, der spanischsprachigen und der italienischen Gemeinde. Würz hat viele administrative und andere Dienste für die Casa übernommen und aufgrund seiner guten Vernetzung als Sozialbezirksvorsteher auch für gute Kontakte zu städtischen Einrichtungen gesorgt. Mit viel interkultureller Kompetenz setzt er sich für die Bewohner ein und vermittelt zugleich sensibel zwischen allen beteiligten Parteien.

Er sei unglaublich dankbar für all die wunderbaren Menschen, die er durch seinen Einsatz kennengelernt habe, sagte Würz in seinem Dankeswort, in dem er vor dem Gefühl sprach, „dass etwas gemeinsam entstehen kann.“ An diesem Aufbruch wolle er weiterhin mitwirken, versicherte er den Anwesenden, und offenbarte sich als letztlich immer noch „sehr optimistisch.“

Die Bartholomäusplakette wird bereits seit 33 Jahren verliehen. Vergeben wird die Auszeichnung alljährlich zum Bartholomäusfest von der katholischen Stadtkirche Frankfurt, dem Stadtsynodalrat und der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken. Sie ist ein Dank für langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Stadtkirche.

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