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Dem Frankfurter Stadtpatron zu Ehren

Das katholische Frankfurt feiert Stadtkirchenfest und ehrt Ehrenamtliche
Dem Frankfurter Stadtpatron zu Ehren
Dem Frankfurter Stadtpatron zu Ehren
Einmal im Jahr wird die Bartholomäusreliquie gezeigt © Kath. Stadtkirche Frankfurt/Archiv

Der Heilige Bartholomäus ist der Stadtpatron Frankfurts und der Namensgeber eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt, des Kaiserdoms. An seinem Gedenktag feiert die katholische Stadtkirche Frankfurt den Märtyrer und Apostel Jesu, dessen Reliquie seit mehr als 1000 Jahren im Bartholomäusdom aufbewahrt und verehrt wird.

Am Sonntag, 26. August, feiert der Bischof von Limburg, Georg Bätzing, mit den Frankfurter Christen um 11 Uhr Gottesdienst im Kaiserdom. Anschließend, gegen 12.30 Uhr, startet das Fest auf dem Domplatz mit Musik, Begegnung, Speisen und Getränken. Zum Abschluss am Nachmittag (15 Uhr) erhalten zwei Ehrenamtliche, die sich um das gesellschaftliche, soziale und ökumenische Profil der katholischen Stadtkirche besonders verdient gemacht haben, die Bartholomäusplakette.

In einer Reihe mit den großen Apostelstädten

Seit vielen Jahrhunderten gehört die Mainmetropole, die eher für ihre Bankentürme als für ihre Kirchtürme gerühmt wird, in eine Reihe mit bekannten Apostelstädten wie Santiago de Compostela, Rom oder Trier. Nur einmal im Jahr - am Sonntag nach dem Namenstag des Heiligen (24. August) - wird die kostbare Reliquie, die Schädelplatte des Apostels, der Öffentlichkeit gezeigt und in einer Reliquienprozession verehrt. Die Reliquie erinnert an das Leben des Bartholomäus, der vor rund 2000 Jahren mit Jesus und dessen Jüngern durch das Heilige Land zog und als Märtyrer starb. Der Legende nach soll er in Indien, Mesopotamien und Armenien gepredigt haben. Weil er seinen Glauben bezeugte, wurde ihm bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen und er anschließend kopfunter gekreuzigt.

Zum Stadtkirchen- und Patronatsfest kommen Gläubige aus allen Teilen der Stadt in den Dom. Viele Gemeinden organisieren Wallfahrten in die Innenstadt, etwa mit dem Schiff aus Höchst und Griesheim, mit Fahrrädern aus dem Norden und Süden der Stadt oder zu Fuß auf dem Jakobsweg aus der Pfarrei St. Jakobus im Westen. Einen neuen Akzent setzt die Pfarrei St. Josef in Bornheim. Statt wie in früheren Jahren gemeinsam mit der U-Bahn in die Stadt zu pilgern, lädt die Gemeinde um 10.00 Uhr an der Konstablerwache zu einer so genannten Statio ein: Mit Gebeten, Psalmen und Gesängen stimmen sich die Gläubigen dort auf das Fest ein und beginnen so ihre Wallfahrt zum Bartholomäusdom.

Bartholomäusplakette für Ehrenamtliche

Den Abschluss des Patronatsfestes bildet die traditionelle Bartholomäusvesper um 15 Uhr im Dom. Anschließend wird die Bartholomäus-Plakette verliehen. Preisträgerinnen 2018 sind Agnes d`Albon aus Praunheim und Angelika Kaupp aus Bornheim.

Die Zahnärztin Agnes d´Albon hat die 2010 eröffnete Zahnarztpraxis für obdachlose und arme Menschen mit und ohne Krankenversicherung in der Elisabeth-Straßenambulanz  des Caritasverbandes Frankfurt initiiert. Mit Elan und Kreativität hat sie ehrenamtlich die kostenlose Ambulanz aufgebaut. Sie koordiniert dort seither ein Team von etwa 20 Fachärzten, die an zwei Tagen pro Woche kostenfreie Sprechstunden anbieten. Pro Jahr werden mehr als 250 arme und obdachlose Patienten ohne Krankenversicherung behandelt.

Angelika Kaupp engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Frauen- und Seniorenarbeit sowie der Bildungsarbeit der katholischen Stadtkirche. Sie ist im Koordinierungsausschuss für die katholische Altenarbeit aktiv und leitet einen Altenclub. Außerdem sorgt sie bei der Katholischen Frauenarbeit mit Umsicht und Empathie für Vernetzung und unterstützt ehrenamtlich ihren früheren Arbeitgeber, die Katholische Erwachsenenbildung Frankfurt.