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Da öffnet sich der Himmel

Zukunftswerkstatt in St. Marien, Frankfurt
Da öffnet sich der Himmel
Da öffnet sich der Himmel
Diese Kirche ist nach oben offen. © Edwin Borg

Familien wollen mitmachen, sich vernetzen. Aber Familien haben wenig Zeit - so der Befund der katholischen Pfarrei St. Marien in Frankfurt. 

Deshalb lud die Pfarrei Sankt Marien zusammen mit der Fachstelle Familienpastoral Eltern und Kinder am Samstag, 2. November, zu einer Zukunftswerkstatt nach Praunheim ein. Mehr als 50 Interessierte folgten der Einladung. 

Bei der Klötzchenbaustelle konnten Alt und Jung gemeinsam zu Stadtplanern werden. Ganz spielerisch tauschten sie sich darüber aus, was für sie im Leben wichtig ist. Dies wurde abgerundet durch einen Impuls zu einer Bibelstelle aus dem Evangelium nach Matthäus, in der es darum geht, auf das Wort Jesu zu hören. Darauf zu hören, sei, wie sein Haus auf Fels zu bauen. Trotz Sturm bleibe es bestehen. Nicht darauf zu hören, sei, wie sein Haus auf Sand zu bauen. Beim nächsten Unwetter stürze es ein (vergl. Mt 7, 24-27).  

© Edwin BorgWas klotzt Du?
© Edwin BorgWas klotzt Du?
© Edwin BorgFrüh übt sich...
© Edwin BorgHochhäuser wuchsen schnell in die Höhe.
© Edwin BorgKreativität braucht Nachschub!
© Edwin BorgStadtplanung will gelernt sein.
© Edwin BorgEine bekannte Arena durfte nicht fehlen. Da stand es noch 2:1.
© Edwin BorgArtistik und Jonglage zeigten schon die Jüngsten.

Hinhören und mit den Familien umsetzen

Bis zum gemeinsamen Mittagessen sei der Tag wie eine "messy church", ein Format aus dem angelsächsischen Raum, gestaltet gewesen, erklärt Edwin Borg von der Fachstelle Familienpastoral. "Diese Form lebt vom kreativen Miteinander, an das sich ein kurz gestalteter Gottesdienst und eine gemeinsame Mahlzeit anschließen. Das sollten die Familien in Frankfurt auf jeden Fall miteinander erleben",  sagt Borg. "Wir wollten darüber hinaus die Meinungen und Ideen der Familien zur Arbeit der Pfarrei kennen lernen, um die Zukunft nicht an deren Bedarf vorbei zu planen", ergänzen Charlotte Dere und Markus Feldes vom Pastoralteam. "Wir wollen hinhören, was gebraucht wird - um es dann mit Familien umzusetzen." 

Deshalb gab es auch in einer Kinderversammlung und einem so genannten World Café einen intensiven Austausch, der zahlreiche Ideen hervorbrachte, wie etwa die Beteiligung der Familien am Schulkonzept eines neuen katholischen Gymnasiums in Frankfurt, das derzeit im Entstehen ist. Eine neue Arbeitsgruppe wird sich darüber Gedanken machen, Gottesdienste familienfreundlicher zu gestalten. Zudem soll durch innovative und für alle Familien am Ort offene Projekte mehr Kontakt zu allen Familien in der Nachbarschaft möglich sein. Die Kinder wünschten sich unter anderem mehr Einsatz für die Umwelt, kürzere Predigten und mehr Angebote für die Ministranten. Zudem ist es ein Ziel, aus den bestehenden Räumen auszubrechen und dazu die Kontakte des Familienzentrums zu nutzen.

Die Präsentation aller Diskussions-Ergebnisse wurde aufgelockert durch die jungen Künstler eines Zirkusworkshops, den Sarah Krebs vom Team der Fachstelle parallel veranstaltet hatte. Die eigens eröffnete Familien Lounge der Frankfurter Familienbildungsstätte sorgte mit dafür, dass sich an diesem Tag alle Familien willkommen und wohlfühlen konnten.
"Dieser Tag war durch seine Mischung sehr gelungen. Er hat Familien vernetzt und uns allen viele neue Impulse gebracht", zog Marina Thebbe vom Pastoralteam als Fazit.