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Auf einen Kaffee mit dem Bischof

Auf einen Kaffee mit dem Bischof
Auf einen Kaffee mit dem Bischof
© Reichwein/Bistum Limburg
© Reichwein/Bistum Limburg
© Reichwein/Bistum Limburg
© Reichwein/Bistum Limburg
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„Der Bischof kommt hierher? Genau hierher?“ Der Mann im grauen T-Shirt kann´s im ersten Moment zwar nicht recht glauben, was ihm da über den Hainer Weg hinweg zugerufen wird, wechselt aber schon mal neugierig die Straßenseite: Direkt vor dem Friseursalon hat das feuerrote Kaffeemobil der Pfarrei Sankt Bonifatius Halt gemacht. Wenig später trifft Bischof Georg Bätzing ein und bindet sich routiniert die rote Schürze um. „Was darf ich Ihnen anbieten?“ fragt er den Sachsenhäuser, der sich noch einmal rückversichert: „Sie sind der Bischof?“, bevor er einen Cappuccino ordert. Schon wieder Prominenz in seiner Straße, stellt er staunend fest: „Vor kurzem erst war hier in der Apotheke der Alex Meier.“

„Auf einen Kaffee mit dem Bischof“, wie das Motto an diesem Samstagmittag in Sachsenhausen lautet, wird eben nicht alle Tage eingeladen. Bischof Bätzing, der im Rahmen seiner Visitation in der Pfarrei Sankt Bonifatius zu Gast ist, nutzt heute die Gelegenheit, mit den Menschen im Stadtteil ins Gespräch zu kommen. An der Kaffeemaschine erweist er sich dabei als „echtes Naturtalent“, wie Pastoralreferent Richard Freitag und Kita-Koordinatorin Uta Riechert feststellen. Bloß bei der Zubereitung des Soya Latte braucht er noch ein wenig Unterstützung. Die achtjährige Lya wollte eigentlich nur Brötchen holen, lässt sich jetzt aber gerne von einem leibhaftigen  Bischof eine heiße Schokolade ausschenken. Auch der Vater, der mit seinem dreijährigen Töchterchen auf dem Arm näher kommt, nimmt die Einladung an und gesellt sich zu den Gästen, die hier trotz Mittagshitze spontan in netter Runde beieinander stehen. 

Genau für solche Erlebnisse ist die Gemeinde Sankt Bonifatius seit 2017 mit dem Kaffeemobil unterwegs: „Wir wollen Menschen, die eher nicht zu uns kommen, Begegnungen mit Kirche ermöglichen“, sagt Richard Freitag. Insbesondere die fünf Kindertagesstätten, an denen der mobile Kaffeeausschank regelmäßig Station macht, sollen davon profitieren, wie Uta Riechert ergänzt. Zum Beispiel könne das Fahrzeug dort auch von den Eltern genutzt werden, wie es überhaupt im Umkreis der Gemeinde ausleihbar ist. Der Kaffee wird kostenlos ausgeschenkt, Spenden werden für Betrieb und Unterhalt gerne angenommen. Gratis gibt es an diesem heißem Sommertag auch noch einen Tipp vom Bischof höchstselbst: „Eiskaffee mit ins  Angebot aufnehmen“, rät er dem Team.

Wer Lust auf einen Kaffee und nette Begegnungen hat: Das  Kaffeemobil hat am 11. Juni in St. Bonifatius, am 18. in St. Wendel und am 26. Juni in St. Aposteln geöffnet.