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Aktion Wanderfriedenskerze als Mahnung gegen Gewalt und Krieg

Neun Kerzen touren durch das Rhein-Main-Gebiet
Aktion Wanderfriedenskerze als Mahnung gegen Gewalt und Krieg
Aktion Wanderfriedenskerze als Mahnung gegen Gewalt und Krieg
Die Aktion ist allen Opfern atomarer Gewalr gewidmet © pax christi

Die ökumenische Aktion Wanderfriedenskerze steht 2019 unter dem japanischen Leitwort "hi|baku|sha" (Leiden, Bombe, Mensch). Zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs erinnert sie insbesondere an die Opfer atomarer Gewalt. Wie schon seit 18 Jahren werden auch 2019 neun individuell gestaltete Kerzen etwa 150 Friedensgebete, Gottesdienste, Diskussionsrunden und andere Veranstaltungen in der gesamten Rhein-Main-Region mit ihrem Licht erhellen. Die Aktion erstreckt sich vom Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 1. September, dem Antikriegstag, um 16 Uhr im Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus bis zum Buß- und Bettag am 20. November. 

Die Aktion ist allen Opfern atomarer Gewalt gewidmet, die neben den direkten Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki auch diejenigen sind, die unter anderen militärischen, aber auch zivilen Nutzungen der Atomkraft leiden und die häufig unbekannt bleiben: die Opfer von Uranbergbau und Urananreicherung, diejenigen, die von Reaktorunfällen und anderen zivilen Atomunglücken betroffen sind, die unter der Lagerung von Atommüll oder dem Einsatz angereicherter Uranmunition leiden und natürlich die Opfer von Atombombentests und deren Einsätzen. Die Aktion gilt aber auch denen, die Kraft finden ihre Opferrolle zu überwinden, um Sprachrohr zu werden für die vielen Stummgemachten. Ihnen will die Aktion im Gebet ebenfalls zur Seite stehen.

Für eigene Veranstaltungen können die Kerzen online reserviert werden unter: www.pax-christi.de oder per Mail an: friedensarbeiter@bistumpax-christilimburg.de. Abgeholt wserden können die Kerzen in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Limburg, Mainz und Offenbach.
 

Aufruf zum Antikriegstag 2019 in Frankfurt

Am Tag des Eröffnungsgottesdienstes – dem Antikriegstag – ruft ein breites Bündnis in Frankfurt zu einer Kundgebung auf, initiiert vom Deutschen Gewerkschaftsbund und der Friedens- und Zukunftswerkstatt. Zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs gilt es Öffentlichkeit zu schaffen, um die militärische Aufrüstung zu stoppen und Platz für Menschlichkeit und Vernunft einzufordern. Die Organisatoren der Aktion Wanderfriedenskerze rufen dazu auf im Vorfeld des Eröffnungsgottesdienstes an der Kundgebung um 14 Uhr am Opferdenkmal in der Gallusanlage teilzunehmen.

Über die Aktion Wanderfriedenskerze

Die Aktion Wanderfriedenskerze wird zum 18. Mal durchgeführt und getragen vom Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg, der Mennonitengemeinde Frankfurt, dem Zentrum Ökumene der evangelischen Kirche in Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck, dem pax christi Regionalverband Limburg-Mainz, dem pax christi Diözesanverband Fulda sowie den Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V.

Unterstützt wird die Aktion auch von vielen anderen Trägerorganisationen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die Aktion entstand im ökumenischen Friedenskonveniat Rhein-Main, das unter den Eindrücken des 11. September 2001 gegründet wurde, um über Konfessionsgrenzen hinweg gemeinsam zu beten und Friedensarbeit zu gestalten. Nach dem Ende der jeweiligen Aktion werden die Wanderfriedenskerzen als verbindende Symbole für Frieden und Versöhnung an Partnerkirchen und -organisationen verschenkt, insbesondere in Krisen- und Konfliktgebieten.