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Aktion von Scientology in Frankfurt
Aktion von Scientology in Frankfurt
© Johannes Lorenz

Aktion von Scientology in Frankfurt

Mit Hintergrundinformationen zu Aktionen von „Scientology und deren Tarnorganisation KVPM“ haben sich Dr. Johannes Lorenz, Weltanschauungsbeauftragter im Bistum Limburg, und Pfarrer Oliver Koch, Referent für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Landeskirchen in Hessen, in einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Aktueller Anlass ist die Ausstellung „Psychiatrie – Tod statt Hilfe“ auf der Hauptwache. Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. (KVPM), die als Veranstalter auftritt, sei „eine Tarn- und Unterorganisation von Scientology“, heißt es darin.

Die Organisation habe wiederholt versucht, in Frankfurt über Schulen und Freizeiteinrichtungen Kinder und Jugendliche zu erreichen. Schulleiter erhielten Werbematerial für Informationsveranstaltungen wie Anti-Drogen-Seminare oder Vorträge im Ethik- und Religionsunterricht. Die Organisation sei zunehmend auch in Netzwerken und Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube präsent.

Grundlegendes Prinzip von Scientology sei Expansion, so Lorenz und Koch. Verfolgt werde ein aktiver Expansionskurs, dessen Ziel die „Scientologisierung“ der bestehenden Gesellschaft sei. Obgleich Scientology vorgebe, eine rein religiöse Lehre zu verbreiten, führe die angestrebte Scientologisierung zwangsläufig zu einer scientologischen Gesellschaft in einem scientologischen Staat. Aus diesem Grund werde die Organisation seit 1997 in elf Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet.

In Deutschland werde die Zahl der Mitglieder auf rund 5000 geschätzt. An die Beratungsstellen von Kirchen und Staat wendeten sich immer wieder Angehörige oder Aussteiger, die von enormen psychischen Druck, finanziellen Abhängigkeiten und Problemen sowie ständiger Überwachung berichteten.   

Die komplette Erklärung steht hier zum Download bereit:

Erklärung zu Aktionen von Scientology und KVPM